Der Multi-Wildschutz-Warner konzentriert sich insbesondere auf das Schalenwild (Rot-, Damm-, Reh- und Schwarzwild). Diese Wildtiere sind dämmerungs- und nachtaktiv. Die Anatomie ihrer Augen sowie deren Sehvorgang sind auf ein Sehen bei schwierigen Lichtverhältnissen ausgerichtet. Betrachtet man deren Netzhaut, so verfügen sie ebenfalls über Stäbchen und Zapfen als Lichtrezeptoren. Diese ermöglichen, die von einem Objekt reflektierende Lichtstrahlung aufzunehmen. Die Stäbchen dienen dabei für das Sehen bei geringer Helligkeit im Dämmerlicht und in der Nacht. Sie sind bis zu 1000-mal lichtempfindlicher als Zapfen. Die Zapfen dienen hingegen dem Sehen bei Tageslicht und der Wahrnehmung von Farben.
Das dämmerungs- und nachtaktive Schalenwild hat die Empfindlichkeit des Stäbchensystems viel weiter optimiert. Sie sind mit einem Anteil an Stäbchen auf der Netzhaut von bis zu 90 % und höher ausgestattet. Zusätzlich verfügt das Schalenwild bis auf das Wildschwein über eine spezielle Schicht, dem „Tapetum Lucidum“, die unter der Netzhaut liegt und als Spiegel fungiert. An dieser wird das eintreffende Licht reflektiert und nochmals auf die Netzhaut projektiert, sodass bei schlechtem Licht die Ausbeute am höchsten ist. Die Wahrnehmung bei schwierigen Lichtverhältnissen ist demzufolge um ein Vielfaches höher ausgeprägt als beim Menschen. Die Wahrnehmung von Farbtönen bei Dämmerung oder in der Nacht ist bei diesen Wildtieren untergeordnet.
Er wandelt dadurch das eintreffende Licht von den Fahrzeugen in Farben „Blau und Grün“ mit der höchsten Wahrnehmung aus dem sichtbaren Lichtspektrum dieser Wildtiere um. Denn dieses Licht ist genau das kurzwellige hochenergetische Licht, auf das die vielen Stäbchen des Schalenwilds am intensivsten reagieren. Er stellt so sehr helle und gut sichtbare Lichtimpulse für das Schalenwild sicher, immer mit dem Fokus, die Wildtiere zum Innehalten und Sondieren zu animieren.