Die inzwischen weit verbreitete Meinung, mit teuren Zäunen und Wildbrücken an Straßen und Autobahnen der Problematik entgegenzutreten, ist keine allumfassende Lösung für das gesamte bundesdeutsche Straßen- und Autobahnnetz. Die meisten Wildunfälle ereignen sich auf Bundes- und Landesstraßen. Ein geschlossenes Netz an Zäunen und Wildbrücken ist hier schon aus Kostengründen nicht denkbar und würde zudem zu einer wesentlichen Einschränkung der Lebensräume für Wildtiere führen.
Die Tiere sind gezwungen, immer neue Überlebensstrategien zu entwickeln, um aus einigen Gebieten in Deutschland nicht völlig verdrängt zu werden. Dabei halten sie ihre – zum Teil schon Hunderte von Jahre alten – Wege und Wechsel beständig ein und werden immer wieder versuchen, Straßen zu überqueren, um Nahrung aufzunehmen, zu schlafen oder sich mit Artgenossen zu treffen.